Beim we.digitize Summit von Weiss+Appetito Services und startport am 07. Juli 2026 drehte sich alles um die Frage, wie digitale Technologien Infrastruktur einfacher, effizienter und zukunftsfähiger gestalten können. In Vorträgen, Praxisbeispielen und einer Paneldiskussion diskutierten Expert:innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Infrastruktur die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung – von KI-Anwendungen über kritische Kommunikationsnetze bis hin zu Mobilitätslösungen der Zukunft.
Die zentrale Erkenntnis des Nachmittags: Digitalisierung entfaltet ihren größten Mehrwert dort, wo sie Komplexität reduziert und Menschen in ihrem Alltag unterstützt.

Digitalisierung mit echtem Mehrwert
Nach der Begrüßung durch Johannes Franke von startport und Dr. Walter Daumann von Weiss+Appetito Services eröffnete die Keynote „Digitalisierung, die wirklich hilft.“ den thematischen Rahmen der Veranstaltung. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie digitale Infrastruktur gestaltet werden muss, damit sie nicht zum Selbstzweck wird, sondern tatsächliche Verbesserungen für Unternehmen, Kommunen und Nutzer:innen schafft.
Dabei wurde deutlich, dass Digitalisierung längst weit über klassische IT-Projekte hinausgeht. Neue Technologien eröffnen zahlreiche Möglichkeiten, Prozesse transparenter, effizienter und nutzerfreundlicher zu gestalten. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Vernetzung, Datennutzung und die Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure.
Wie Dr. Walter Daumann betonte:
„Wir sind davon überzeugt, dass in der Digitalisierung die Kraft für ein vereinfachtes Leben liegt.“
Praxisbeispiele zeigen konkrete Anwendungsmöglichkeiten
Nach einer Networking-Pause mit der Möglichkeit, verschiedene Lösungen und Produkte direkt auszuprobieren, standen konkrete Anwendungsfälle im Fokus.
Philipp Hennig von aiconver zeigte anhand smarter Inbetriebnahmeprotokolle, wie Künstliche Intelligenz administrative Prozesse automatisieren und Mitarbeitende entlasten kann. Die vorgestellten Lösungen verdeutlichten, wie KI bereits heute zur Qualitätssteigerung und Effizienzverbesserung in operativen Abläufen beiträgt.
Anschließend sprach Stefan Bahrs über die niedrigschwellige Digitalisierung im Mittelstand. Deutlich wurde dabei, dass erfolgreiche Digitalisierung nicht zwangsläufig große Investitionen oder komplexe Transformationsprogramme voraussetzt. Oft entstehen die größten Mehrwerte durch pragmatische Lösungen, die bestehende Prozesse gezielt verbessern und Mitarbeitende im Alltag unterstützen.
Kritische Infrastruktur und Kommunikation im digitalen Zeitalter
Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Bedeutung zuverlässiger Kommunikationssysteme. Stefan Reinhardt von STEAG gab Einblicke in die Nutzung des Tetranetzes für kritische Kommunikation und zeigte auf, welche Anforderungen an leistungsfähige und ausfallsichere Infrastrukturen gestellt werden.
Der Vortrag machte deutlich, wie wichtig resiliente Kommunikationsstrukturen insbesondere für kritische Infrastrukturen und öffentliche Einrichtungen sind. Gleichzeitig wurde sichtbar, dass die zunehmende Digitalisierung neue Anforderungen an Sicherheit, Verfügbarkeit und Vernetzung mit sich bringt.
Im Anschluss zeigte Sandra Gierlich von Currenta in ihrem Vortrag „Mobilität im Chempark“, wie digitale Infrastruktur zunehmend zur Grundlage moderner Mobilitätskonzepte wird. Themen wie intelligente Steuerung, Vernetzung und Lastmanagement gewinnen insbesondere im Kontext der Elektromobilität zunehmend an Bedeutung und werden zu wichtigen Bausteinen einer zukunftsfähigen Infrastruktur.
Die Infrastruktur der Zukunft ist vernetzt
Den Höhepunkt des Nachmittags bildete die Paneldiskussion „Die Infrastruktur der Zukunft“. Gemeinsam diskutierten Prof. Dr. Hannes Rothe (Universität Duisburg-Essen), Dr. Walter Daumann (Weiss+Appetito Services), Oliver Keßelheim (Wirtschaftsbetriebe Duisburg) und Stefan Reinhardt (STEAG) über zukünftige Entwicklungen und notwendige Rahmenbedingungen.

Im Mittelpunkt standen Fragen nach der Rolle von Daten, Künstlicher Intelligenz, öffentlicher Infrastruktur sowie der Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure. Dabei wurde deutlich, dass technologische Innovationen enorme Potenziale bieten, gleichzeitig aber auch neue gesellschaftliche Fragestellungen aufwerfen.
Die Diskussion verdeutlichte, dass die technologischen Möglichkeiten zwar kontinuierlich wachsen, gleichzeitig jedoch Verantwortung, Sicherheit und die aktive Gestaltung des digitalen Wandels stärker in den Fokus rücken müssen. Einigkeit bestand darüber, dass die Infrastruktur der Zukunft nur durch das Zusammenspiel von Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand erfolgreich gestaltet werden kann.
Fazit
Der we.digitize Summit bei startport hat eindrucksvoll gezeigt, dass Digitalisierung weit mehr ist als die Einführung neuer Technologien. Erfolgreiche digitale Infrastruktur entsteht dort, wo Innovation, Praxistauglichkeit und Zusammenarbeit zusammenkommen.
Neben den vielfältigen Praxisbeispielen und fachlichen Impulsen war vor allem der intensive Austausch zwischen den Teilnehmenden ein zentrales Element der Veranstaltung. Passend dazu fasste Dr. Walter Daumann die wichtigste Erkenntnis des Tages zusammen:
„Wichtig ist am Ende die Vernetzung untereinander – nur so können wir voneinander lernen.“
Gemeinsam mit Weiss+Appetito Services bot startport eine Plattform für den Austausch über zukunftsfähige Infrastruktur, innovative Technologien und neue Formen der Zusammenarbeit. Die Veranstaltung machte deutlich, dass die Herausforderungen der Digitalisierung nur gemeinsam gemeistert werden können – die Chancen dafür sind größer denn je.
